Wie kommt Werbung in unser Gehirn?

Die Google-Suche nach „Werbebotschaften pro Tag“ verrät, dass wir täglich von 6.000 bis 13.000 Werbebotschaften bombardiert werden. Unsere Aufmerksamkeit ist heutzutage ein knappes Gut.

Schon beim Frühstück dudelt der Radiospot im Hintergrund. In der Tageszeitung begegnen uns Beileger, Werbeanzeigen und Produktinformationen. Auf dem Weg zur Arbeit rast Werbung auf Autos, in Bussen, Bahnen und an Litfaßsäulen an uns vorbei. Im Office angekommen, warten etliche Newsletter sehnsüchtig darauf, gelesen zu werden. Wir Verbraucher werden von Werbung befeuert – ganz gleich wann und wo wir uns aufhalten. Die spannende Frage lautet also: Was können Marketingabteilungen tun, um etwas beim Nutzer auszulösen? Dazu ein kleiner Test: Kannst du dich an nur eine Werbung von heute erinnern? Nein? Das ist völlig normal, denn wir alle haben durch das Werbefeuerwerk, das uns täglich begegnet, gelernt, uns vor nicht relevanten Botschaften zu schützen, indem wir sie ausblenden. Damit deine Werbung den Nutzer erreicht, hier drei Tipps:

So kommt Deine Botschaft an:

Fünf Tipps für bessere Personas

Sei relevant für deine Zielgruppe

Kreiere Inhalte, die relevant für potenzielle Kunden sind. Wie das geht, zeigt folgendes Beispiel: Stell dir vor, deine Lieblingspfanne gibt beim Kochen den Geist auf. Der Reiz (Pfanne kaputt) sorgt dafür, dass Fragen auftauchen: Wo kann ich eine neue Pfanne kaufen? Ist eine Edelstahlpfanne besser als eine beschichtete? Und viele mehr.

Um die Fragen deiner Kunden kennenzulernen, helfen Tools wie etwa answerthepublic.com. Die Website deckt auf, dass mehr als 100 Fragen rund um Pfannen bei Google eingetippt werden. Hier sind also über 100 Chancen für Pfannenhersteller vorhanden, Neukunden mit gutem Rat weiterzuhelfen.

Sobald Nutzer aktiv bei Google suchen, ist die Aufmerksamkeit voll auf die Suchergebnisse gerichtet. Wer hier auftaucht und hilfreiche Inhalte präsentiert, ist dem neuen Kunden ein gutes Stück näher gekommen.

Schaffe vernetzte Erlebnisse

Bleiben wir beim Pfannen-Beispiel: Du könntest behaupten, dass die ganze Arbeit, die in einem guten Pfannen-Ratgeber steckt, nur vertane Liebesmüh sei. Worst-Case-Szenario wäre: Wir geben den Nutzern online gratis unser wertvolles Wissen weiter und am Ende kauft der Nutzer dann einfach bei Amazon. Die Realität beweist aber, dass es sich für Anbieter lohnt, diese Investition in Content zu tätigen.

Schau dir moderne digitale Ratgeber genauer an. Hier wird der Leser an vielen Stellen passend zu Produkten im Online-Shop gelenkt, Pop-ups locken uns mit tollen Gratisinhalten (dann gegen Abgabe der E-Mail- Adresse) und auch bezahlte Remarketing-Kampagnen auf Facebook, YouTube und Google werden erst durch den Zugriff auf den Ratgeberinhalt (via SEO) ermöglicht.

Viele Unternehmen betrachten die einzelnen digitalen Marketingkanäle oft noch als einzelne Instanzen. Hierbei werden die Chancen vergeben, die sich aus gekoppelten Synergien ergeben: SEO sorgt für Aufmerksamkeit, ein kostenloses Ratgeber-PDF holt E-Mail-Adressen ein und mit SEA-Remarketing oder Newslettern wird dann der Verkaufsprozess eingeleitet.

Transportiere deine digitale DNA

Das, was in echten Geschäften gute Verkäufer und Berater leisten, übernehmen in den digitalen Kanälen Texte, Bilder, Videos, Dokumente, Buttons und Formulare. Dein Ziel sollte sein, dass das gesamte Erlebnis beim Besuch deiner digitalen Inhalte den Besucher in positive Schwingung bringt.

Beantworte dazu die Frage, wie du dich online von deinen Marktbegleitern abheben kannst, um dir ein einzigartiges Gesicht zu verleihen und positiv im Kopf der Nutzer verankert zu bleiben.

Wir bei netspirits haben uns beispielsweise bewusst für die Du-Ansprache entschieden, um uns von Wettbewerbern abzuheben. Auch in den Formulierungen versuchen wir mit einfacher, lockerer Sprache ganz nah an den Leser heranzukommen, um hier sympathische Spuren zu hinterlassen
und anders als die Konkurrenz keine formelle Distanz zu schaffen.

Zudem empfängt auf der netspirits-Seite kein austauschbarer Slogan den Besucher. Wir steigen stets mit einer kleinen Story in die Inhalte ein – denn Storytelling ist eines der mächtigsten Instrumente überhaupt.

Christian Tembrink
Christian Tembrink ist Gründer und Geschäftsführer von netspirits. Als Youtube-Experte hat er sich deutschlandweit einen Namen gemacht. In seiner Freizeit ist er gern in der Natur unterwegs und kocht oder grillt mit Freunden.